“Mut haben und aufeinander zugehen”

Heinrich Hegel (Foto) hat noch etwas auf dem Herzen. Der Adenstedter ist am 23. Juni bei unserer Radtourenfahrt (RTF) gestartet – allerdings mit einem selbst konstruierten Liegefahrrad mit zwei E-Motoren. Er absolvierte dabei die große Marathonrunde. Ohne die Elektro-Unterstützung würde er solche Strecken nicht mehr bewältigen können. Hegel hat nur noch eine Herzleistung von 60 Prozent.

Eigentlich sollten Fahrer mit E-Motoren bei unserer RTF lediglich auf der kleinen, 53 Kilometer langen Runde zugelassen werden. Wir von Bike-Sport ließen aber Fünfe gerade sein und Hegel auf die Piste.

Der 67-Jährige bedankte sich nun per Mail dafür, was uns natürlich freut. Aber er hat auch ein paar andere interessante Gedanken dazu geäußert. “Ich würde mich freuen, wenn wir uns nächstes Jahr wiedersehen. Es müsste mehr vom Verband (Radsportverband) für Leute mit Handicap getan werden. Ich habe ja gezeigt, was ich mit Herzproblemen und mit Hilfe einer Ünterstützung leisten kann. Ich würde mich freuen, wenn mehr Menschen den Mut hätten, bei einer RTF mitzufahren. Das hebt das Selbstvertrauen. Sport ist ein gutes Bindeglied zwischen gesunden Menschen und denen mit Handicap. Man muss nur mehr Mut haben und aufeinander zugehen”, meint der Adenstedter.

Außerdem bedankte sich Liegerad-Tüftler für die gute Organisation und die Verpflegung bei der Radtourenfahrt: “Es war ein großes Erlebnis für mich und eine gute Vorbereitung für meine dritte Deutschland-Umrundung mit 5500 Kilometern und 43000 Höhenmetern.” In insgesamt 30 Tagen will Hegel den Husarenritt schaffen. Auch die Großglockner-Hochalpenstraße wird erneut in Angriff genommen. “Dieser Berg  macht süchtig. Jeder sollte dort mal fahren”, sagt Hegel.

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