RaR 2018 – was nach der Nacht übrig bleibt

Woran man erkennen kann das der Juli sich seinem Ende entgegen neigt? Nun, in der Eifel, genauer gesagt am Nürburgring, ist das ganz einfach. Nutzen das ganze Jahr über Motorsportler auf zwei oder vier Rädern die Grand-Prix-Strecke für ihren Sport, so nimmt in schöner Regelmäßigkeit am letzten Wochenende im Juli eine bunte Heerschar  Biker den “Ring” in seinen Beschlag! So auch in diesem Jahr.

Im vergangenen Jahr hatte uns das Hochwasser einen Strich durch die Rechnung gemacht, und ein Großteil unserer Starter musste auf einen Start am Ring verzichten. Aber aufgeschoben ist ja bekannter-maßen  nicht aufgehoben.Und so wartete die ” grüne Hölle”, der Nürburgring, in 2018 erneut auf uns.  In diesem Jahr war unser Klub mit sechs Fahrern am Start. Fabian, Thomas, Mario und Marco starteten im 4er MTB – Team, Falk und Dennis im 2er MTB – Team. Zur Unterstützung als Betreuer waren Ferdinand und Sven dabei.

Und das Wetter meint es in diesem Jahr wahrlich  gut mit uns! Während der Anreise stiegen die Temperaturen, je weiter wir in Richtung Westen kamen, unaufhörlich an. Im Rheintal bei Koblenz meldete die Temperaturanzeige die Höchsttemperatur für das Wochenende: 38,5 Grad!

Zu unserem Glück fielen die Temperaturen über Nacht und die vormittäglichen Regenschauer waren nur von kurzer Dauer, bzw. im Verlauf der ersten Runde des Rennens abgezogen.

Apropos Rennstart; pünktlich um 12:50 Uhr fiel der Startschuss und es galt 24 Std lang so viele Runden wie möglich zu fahren. Eigentlich eine überschaubare Aufgabe, waren doch je Runde “nur” 8,5 km und  ca.  160 hm zu bewältigen. Die einzigen beiden Trails auf der strecke waren dieses Jahr jedoch von Runde zu Runde schwieriger zu befahren. Durch die lang anhaltende Trockenheit der vorangegangenen Wochen und den vielen Fahrern wurde der Waldboden nach und nach ausgefahren und es bildete sich durch die vielen Wurzeln und Steine stellenweise eine Wellblechpiste, auf der sich eine rutschige Staubschicht bildete.

Das 4er – Team hatte ein klares Ziel und wollte in seiner Altersklasse auf das Podest fahren. Bis zum Einbruch der  Dunkelheit verlief das Rennen auch recht vielversprechend.  Mal lag man auf Rang vier, ein paar Runden weiter auf Rang fünf, um dann wieder auf Rang drei vorzufahren. Also musste der entscheidende Angriff in der Nacht erfolgen. Frei nach dem Motto “Angriff ist die beste Verteidigung”  wechselten sich die Fahrer auch in der Nacht nach jeder Runde ab. Ziel war es auf Rang drei zu fahren und sich einen Vorsprung zu erfahren. Dass das Ganze schlaucht war allen klar, denn durch diese Renntaktik gab es kaum bis gar keinen Schlaf . Aber der Plan schien aufzugehen – bis 4.00 Uhr in der Früh! Auf Platz drei liegend mit einem Vorsprung von sechs Minuten stürzte Thomas und sein Bike erlitt dadurch einen Defekt am Hinterrad. Fahren war nicht möglich und so musste er bis zur Wechselzone laufen. Nach einer Laufeinheit über knapp 4 km war Platz drei passe´ und damit das Podest in weite Ferne gerutscht. In den Morgenstunden zollte der Vierer dann der anstrengende Taktik der Nacht Tribut. Durch die sehr kurzen Pausen in der Nacht, konnte der Konkurrenz nichts mehr entgegen gesetzt werden und man gab sich geschlagen.

Ohne Ziel ging das 2er – Team in das Rennen. Zumindest wurde keins laut geäußert! Dank der geringen Zahl an Lebensjahren von Dennis, bot sich charmanterweise für Falk noch einmal die Chance in der Altersklasse  Senioren 1 gewertet zu werden. Dummerweise war dies die Altersklasse mit den meisten Startern! Zur Nacht hin hatten sich die Platzierungen unter den Mitbewerbern gefestigt. Auf Platz vier liegend betrug der Rückstand auf den dritten bzw. der Vorsprung auf den fünften Platz der Altersklasse jeweils eine Runde. Die Aussicht auf Platz drei vorzurücken war also gering. So galt es den Vorsprung zu sichern und gut durch die Nacht zu kommen.  Was auch halbwegs gelang, denn Dennis übernahm in der Nacht noch zwei Zusatzrunden. Der stete Wechsel nach jeder Runde zehrte merklich an den Kräften es blieb kaum Zeit zur Erholung. Man(n) beschränkte sich auf das Nötigste – Beine hoch legen, Verpflegung zu sich nehmen, Bike checken und mal schnell auf den nicht vorhandenen Busch “tropfen”. Da kann dann doch schon mal Stress aufkommen. Und eh man sich versieht, ist von der Nacht nichts mehr übrig und es geht vermeintlich auf die Zielgerade gen Mittag. An den Abständen gab es dann auch keine Veränderungen mehr, so dass der vierte Platz in der Altersklasse letztlich komfortabel gehalten werden konnte. Insbesondere auch Dank der Unterstützung durch unsere Betreuer Sven und Ferdinand.

 

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