Wenn zehn Freunde Blümchen pflücken fahren

Es ist gerade Winter – wer träumt dann nicht vom Sommer? Unser Vereinsmitglied Marc Gehrke erinnert sich an eine starke Tour im Juli.

 

Im Herbst 2017 klingelt mein Handy, Karsten ist am Telefon. Wollen wir nicht mal wieder eine Transalp fahren? Ohne Startnummer, 17 Uhr Weizenbier auf der Hütte trinken, also einfach mal Blümchen pflücken fahren. Mein erster Gedanke: “Da bin ich dabei!”

Wir Zehn kennen uns seit Jahren, ein eingespieltes Team, bei dem man sich auf jeden einzelnen verlassen kann. Vom Bayrischen Wald bis Hamburg, aus allen Ecken Deutschlands kommen wir. Wir haben mehrmals zusammen die Alpen überquert. Ob mit oder ohne Startnummer. Sind die krassesten Rennen auf der Welt gefahren: Craft-Bike-Transalp, BC-Bike-Race in Kanada, Cap-Epic in Südafrika, Paris-Brest-Paris oder einfach mal mit dem Tourenrad 4000 Kilometer dem Mississippi gefolgt. Irgendwo war immer einer von uns dabei. Die Liste hat eigentlich kein Ende.

Die Organisation der Tour hat Heike von ULP tours (www.ulptours.de) übernommen. Ein Transalp-Veranstalter, dem wir seit Jahren vertrauen und alle samt als Stammkunden gelten. Als Guide kommt natürlich nur einer in Frage: Kumpel Holger von der Zeitschrift World of MTB (www.worldofmtb.de.).

Treffen war Ende Juli in Stumm im Zillertal. Ziel der diesjährigen Transalp sollte Bassano Del Grappa sein. Am ersten Abend haben wir die Tour noch einmal gemeinsam durchgesprochen. Holgers Worte waren: “Ihr fahrt die krassesten Rennen auf der Welt, jetzt fahren wir Transalp.” Und so sollte es sein!

Die Tour ging von Stumm über den Krimmler-Tauern (2634 Höhenmeter, Alpenhauptkamm). Da musste das Bike auch mal 400 Höhenmeter auf dem Rucksack getragen werden. Weiter Richtung Dolomiten, auf der Craft-Bike-Transalp-Strecke von 2015 zur Averau Hütte, Passo Falles, parallel zur Prosecco Straße über die Hütte Rifugio Boz, durch das Land des Grappas und über den Monte Grappa nach Bassano Del Grappa. So viel Grappa….. Durch ein paar zusätzliche Höhenmeter hatte Holger immer ein Highlight im Ärmel. Auf- und Abfahrten, die seinesgleichen suchen. Trails, Trails, Trails. Mountainbiken auf hohem Niveau.

Geschlafen wurde in Hütten oder kleinen Berghotels. Dreimal gab es die Möglichkeit, Klamotten zu wechseln. Alles was wir brauchten, musste im Rucksack verstaut werden. Für das Mittagessen wurde zwischendurch in kleinen Orten regionale Produkte eingekauft und auf die Rucksäcke verteilt. Wer essen will, muss es auch tragen.

Alle Zehn haben nach sieben Etappen Bassano Del Grappa erreicht. Kurzes Bad im Fluss Brenta zur Erfrischung. Angestoßen wurde mit einem aufgespritzten Kräuterlikör, den Uli von ULP tours uns empfohlen hat.

 

Text Marc Gehrke
Bilder Holger (World of MTB) (www.worldofmtb.de.)
Organisation (ULP tours) (www.ulptours.de)

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