Eine runde Sache: Das war der Tag des Mountainbikes

Schlamm, Kuchen, Techniktraining, Abfahrten, Berge hochstrampeln, Eis essen und eine Gratis-Dusche von oben – es war alles dabei beim Tag des Mountainbikes. Erstmals hat unser Verein in sieben Gemeinden des Kreises sowie in Hildesheim im Rahmen der Ferienpass-Aktion den Tag des Mountainbikes veranstaltet – unterstützt vom Bad Salzdetfurther Bundesliga-Team Rapiro Racing. Mancherorts ist das Ganze eine nasse Angelegenheit gewesen. Die Kinder-Kurse wurden in Bad Salzdetfurth, Diekholzen, Lamspringe, Schellerten, Holle, Sibbesse, Söhlde und eben in Hildesheim angeboten. 19 Betreuer waren an den verschiedenen Standorten mit dabei, insgesamt 71 Mädchen und Jungs machten mit.

Vormittags blieb es trocken, doch nachmittags gab es einige Schauer, die es in sich hatten. Viele junge Biker sind nach dem Mountainbike-Crashkurs ziemlich eingesaut nach Hause gekommen. Macht aber nichts: Was gibt es Schöneres, als durch Matsch und tiefe Pfützen den Berg runterzurasen? „Mit dem Regen hatten wohl eher die Betreuer ihre Probleme – den Kindern war es egal“, meinte unser Vorsitzender Falk Weikert.

lamspringe     Die Lamspringer Gruppe

Zehn Kinder waren bei der Aktion in Lamspringe am Start. Die mussten unter den strengen Blicken der Betreuer Falk (mittel-streng), Olli (sanft-streng) und Uli (streng, was ist das?) zunächst einmal ihre Fahrkünste beim Techniktraining auf dem Schulhof vorführen. „Wann geht es denn in den Wald“, nörgelte Bennet, einer der Teilnehmer. Bennet war heiß auf die Trails. „Gemach, gemach, da kommen wir noch früh genug hin“, beruhigten ihn die Trainer. Nach einer kurzen Kuchen-Stärkung (wieso gab es eigentlich keinen Kaffee für die Betreuer?) ging es endlich ins Gelände. Die Kids stellten sich ziemlich geschickt an. Schade, dass es plötzlich wie verrückt schauerte. Aber weil nur die Harten in den Garten kommen, fuhren alle weiter – durch Pfützen und Matsch. Und am Ende wurde noch ein besonderer Wettbewerb ausgelobt: Wer hat sich bei dem Schietwetter am meisten eingesaut? Einen Sieger gab es nicht: Alle waren ähnlich dreckig – und nass.

dreckig     Wer hat sich am meisten eingesaut?

Die Bad Salzdetfurther “Tag-des-Mountainbikes-Gruppe” traf sich (wie sollte es auch anders sein?) im Bike-Park an der Landesstraße 490. Betreuer Olaf Nützsche vom Salzdetfurther MTB-Bundesliga-Team hatte sich einige ganz besondere Übungen ausgedacht. Es ging dabei um Balance. Übrigens: Fahrrad-Fußball wurde auch gespielt. Daneben kam freilich das Techniktraining und das Trail-Fahren nicht zu kurz.

Salzdetfurth     Fahrrad-Fußball – mal was anderes.

15 Kinder und drei Betreuer mischten in Nettlingen mit: Hier hatten sich der MTB-Nachwuchs aus den Gemeinden Holle, Söhlde und Schellerten versammelt. Die ersten eineinhalb Stunden wurden – wie überall – mit den Kids Grundlagen (Balance, Bremsen, Kurven fahren) geübt. Anschließend ging es in den Nettlinger, Wöhler und Ottberger Wald. Bergan auf den Ottberger Kapellenberg hielten alle durch – stramme Leistung! Und oben gab es eine Stärkung: frisch gebackener Kuchen. “Der war so schnell weg, dass ich noch nicht mal was abbekommen habe”, sagte Betreuer Klaus Nöhre. Auch hier begann dann der große Regen. Klaus: “Die Frage war, ob wir die Kinder von den Eltern abholen lassen sollen, oder ob wir den Rückweg auch durch den Regen schaffen?” Aber der Nachwuchs war hart – alle wollten fahren. “Bei meinen Eltern hätte ich nie im Regen Fahrrad fahren dürfen, dabei macht das doch riesigen Spaß”, sagte eine Teilnehmerin am Ende des Nachmittags.

Nettlingen2     Die Nettlinger Gruppe im Gelände.

In Hildesheim traf sich die Ferienpass-Gruppe auf der Jahnswiese am Galgenberg. Zu Beginn gab es eine kleine Vorstellungsrunde mit den Betreuern Carolina, Martin (TriAs Hildesheim) und Stefan (Bike-Sport Bad Salzdetfurth) sowie den Mountainbike-Kids. Gestartet wurde mit ersten Technikübungen für mehr Gefühl auf und auch neben dem Rad. Schließlich ist es im Gelände wichtig, auch am Berg absteigen zu können und dabei trotzdem sein Rad zu beherrschen. Nach einem Staffelrennen zum Aufwärmen der Muskulatur ging es zum Bismarckturm. Erste Abfahrten und Steigungen sowie die korrekte Sitzposition wurden trainiert. Später ging es immer steiler rauf und runter. “Die waren schon ziemlich mutig und haben sich geschickt angestellt”, meinte Betreuer Stefan.

Hildesheim     Die Hildesheimer Gruppe am Galgenberg.

Sieben Jungs im Alter von acht bis zwölf Jahren hatte sich in Diekholzen angemeldet. Wie überall galt auch hier: kurze Vorstellungsrunde, Bike-Check, Fahrtechnikübungen. Die Betreuer Jan-Helge, Jan, Philipp und Günther erklärten die Grundlagen der Fahrtechnik und verrieten auch den einen oder anderen Kniff. Dann die Überraschung – die “Tag-des-Mountainbikes-Gruppe” aus Sibbesse kam kurz vorbei. Im Zeitalter von Facebook und Twitter wird bei so einem Ereignis ein gemeinsames Foto gemacht – und natürlich vom Sibbesser Betreuer Tom sofort gepostet. Die Diekholzener fuhren danach auf den Tosmar-Kamm und – man höre und staune – auf den Tosmar-Trail. “Das letzte Stück rollten die Jung-Mountainbiker unter fachkundiger Anleitung schon routiniert runter”, meinte Betreuer Günther. Eine kleine Technikeinheit und weitere kleine Trails folgten. Dann kam der Regen: Leicht geduscht endete der Kurs wieder am Sportplatz Diekholzen.

Sibbesse-diek     Überraschendes Treffen.

Auch die Truppe aus der Gemeinde Sibbesse war nach dem überraschenden Treffen mit den Diekholzenern noch fleißig. Insgesamt wurden 22 Kilometer abgerissen. 13 Kinder und die Betreuer Tom, Lennart und Tobi waren hier dabei. Es ging von Petze aus nach Diekholzen, runter zum Söhrer Forsthaus, dann auf den Burgberg nach Bad Salzdetfurth. In der Kurstadt gibt es bekanntlich das beste Eis überhaupt – deshalb musste an der Eisdiele halt gemacht werden. Verdient war diese Kalorien-Auffrischung allemal. “Das ist alles eine runde Sache gewesen”, meinte Betreuer Tobi Wuller.

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