11800 Höhenmeter mit göttlichem Beistand

Bekanntlich ist der mächtigste Berg der Welt, also der Mount Everest, 8848 Meter hoch. Die höchste deutsche Erhebung, die Zugspitze, kommt auf 2962 Meter – macht zusammen 11810 Höhenmeter. Fast exakt genauso viel ist unser Vereinsmitglied Marc Gehrke bei der Vaude-Trans-Schwarzwald mit seinem Mountainbike gen Himmel geklettert; beziehungsweise gestrampelt. In fünf Etappen fuhr er die 412 Renn-Kilometer von Offenburg bis zum Feldberg und musste dabei 11800 Höhenmeter überwinden. Gehrke erreichte das Ziel nach 26 Stunden und 50 Minuten.

Bitter: Schon während der ersten Etappe hatte er sich zusammen mit 30 weiteren Fahrern verfranst. “Wir sind bei Kilometer 40 der Ausschilderung für die zweite Etappe gefolgt. Nachdem wir den Fehler bemerkt hatten, benötigten wir mehr als eine Stunde, um wieder auf die richtige Strecke zu kommen”, sagt Gehrke.

image  Im Ziel: Marc Gehrke.

Dementsprechend spät kam er ins Etappenziel, und deshalb wurde Marc mit den anderen Pechvögeln auch für den Rest des Wettkampfes dem letzten Startblock zugeordnet. Weit nach vorn fahren im Klassement war danach nicht mehr drin. “Aber es hilft ja nix, da kann man dann nur das Beste daraus machen.”

Die verschiedenen Etappen waren zwischen 60 und 120 Kilometer lang, beim heftigsten Teilabschnitt mussten 2600 Höhenmeter überwunden werden. Gehrke: “Die Strecke ging zum größten Teil über Schotterwege. Es gab super Abfahrten – das Ganze bei traumhaftem Wetter.”

Übernachtet haben die meisten Starter gemeinsam in Camps. Das war mal eine Sporthalle, mal eine Schule, und einmal schlief der MTB-Zirkus sogar in einer Kirche – mit göttlichem Segen fährt es sich eben leichter. Verfranst hat sich Gehrke auf der Strecke anschließend nicht mehr.

Geduscht wurde in Freibädern oder in Duschzelten, die die Feuerwehr bereitstellte. “Der Zusammenhalt im Camp ist wirklich toll. Man lernt ständig neue Leute kennen”, schwärmt Marc Gehrke.

2015 hatte Gehrke bereits beim Craft-Bike-Transalp gefinisht. So wollte nun die Konkurrenz während des Schwarzwald-Rennens immer wieder eines von ihm wissen: Welcher Wettkampf ist schwerer – der Craft-Bike-Transalp oder die Vaude-Trans-Schwarzwald? “Ich konnte die Frage gar nicht richtig beantworten. Das sind zwei verschiedene Events. Aus meiner Sicht fahren die Teilnehmer der Trans Schwarzwald auf sehr hohem Niveau”, meint Gehrke.

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