Rally di Romagna: Wie auf einem anderen Stern

Thomas Reich von Bike-Sport bekommt immer noch Gänsehaut, wenn er an das MTB-Etappenrennen “Rally di Romagna” in Italien denkt. Er berichtet von dem Wettbewerb in verschiedenen Kapiteln – hier nun das Erste.

Wir Radsportenthusiasten malen unsere Abenteuer ja immer gern in den schillerndsten Farben aus, werfen mit Superlativen oft inflationär um uns. Noch schöner, härter, flowiger oder noch besser „epischer“ kann es einfach nicht mehr kommen! Was sind wir nicht schon alles gefahren, welche Herausforderungen sollen da noch kommen? 

Wenn man mal wieder so draufkommt, ist es manchmal ganz hilfreich, den Blick mal etwas weiter schweifen zu lassen und jenseits der eingelaufenen Pfade in Benther Berg, Deister und Harz sein Highlight zu suchen.

So ähnlich ging‘s mir am Ende der vergangenen Saison, die so ereignisreich verlaufen war, dass dies schwer zu toppen schien.

Dann aber fiel mein Blick mal wieder auf Berichte und Videos zur Rally di Romagna, einem MTB Etappenrennen im Appenin in der Nähe von Imola (Italien), von dem ich schon sehr Vielversprechendes gehört hatte. Es muss wohl schon triftige Gründe geben, dass zum Beispiel das Biketime-Race-Team aus Hannover seit Jahren auf dieses Event abonniert ist.

Bei der Rally di Romagna handelt es sich um ein fünftägiges Etappenrennen, das jeden Tag im oder in der Nähe vom kleinen Kurort Riolo Terme startet und endet. Für diese Zeit sind in dem 5600-Seelen-Nest alle Hotelbetten und sonstigen Unterkünfte mit Radsportlern aus ganz Europa belegt.

Ich hatte mich für das Komplettpaket enschieden: Startgebühr plus vier Nächte Hotel mit Halbpension für 400 Euro (in der ersten Anmeldephase). Das sollte sich bezüglich des Gebotenem als unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis herausstellen.

Neben dem entsprechenden Trainingsprogramm machte ich mir im Vorfeld einige Gedanken zum geeigneten Bike-Setup und zur Ausrüstung.  Das Racebike musste schließlich diesmal zu Hause bleiben zugunsten des 130 mm 29er Fullys mit Variostütze, leichten Rädern und Bereifung und racemässig angepasster Vorbaulänge und -position. Da nur Platz für einen Flaschenhalter vorhanden war, entschied ich mich, mit Trinkrucksack zu starten.

Dann noch reichlich Gels, Magnesiumtabletten, Isogetränkepulver und Gesäßcreme eingepackt – und schon ging‘s auf ins Abenteuer.

Fortsetzung folgt!

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